Aktualisiert am 07.09.2010
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Mitarbeiterbindung in Krisenzeiten

Das Arbeitsklima wird kälter: In wirtschaftlich turbulenten Zeiten geraten Unternehmen in die Schlagzeilen, wenn Standorte stillgelegt und Personal abgebaut wird. Wie steht es also um die Mitarbeiterbindung in Krisenzeiten?
 


 
  Nur 43% der Arbeitnehmer stimmen derzeit der Aussage zu, dass es ihrem Unternehmen gelingt, Leistungsträger an das Unternehmen zu binden. Dies ergab eine aktuelle repräsentative Befragung der YouGovPsychonomics AG unter mehr als 2200 Berufstätigen in Österreich ab 16 Jahren.

In wirtschaftlichen Krisenzeiten, in denen Stellenabbau und Freisetzung von Arbeitskräften zur täglichen Realität geworden sind, gerät das Themenfeld "Mitarbeiterbindung" allzu oft ins Hintertreffen. Geringe Mitarbeiterbindung verursacht mitunter hohe Fluktuation, diese wiederum bedingt Mehrkosten und wirkt sich nicht gerade positiv auf die Arbeitsmoral der verbleibenden Mitarbeiter aus.

Ein Viertel glaubt nicht an Investition in Mitarbeiter Jeder vierte Mitarbeiter (27 Prozent) glaubt derzeit nicht an die Investition des Unternehmens in seine Mitarbeiter. Ein weiteres Viertel (26 Prozent) rechnet mit Kündigungen im eigenen Unternehmen. Indizien, die unmittelbar Gedanken über die eigene berufliche Zukunft ins Leben rufen und mitunter einen Alternativplan für die eigene Karriere.

"Es handelt sich um ein sehr selektives Phänomen, das nicht alle Qualifikationsebenen in gleicher Art und Weise betrifft. Gerade Krisenzeiten sind Bewährungszeiten, in denen Unternehmen ihr 'wahres Gesicht' zeigen. Viele Potenzialträger und hochqualifizierte Mitarbeiter nehmen Krisenzeiten auch zum Anlass, das eigene Unternehmen auf den Prüfstand zu stellen und sich ggf. beruflich neu zu orientieren", erläutert Dr. Brigitta Wallner, Studienleiterin der YouGovPsychonomics AG.

Derzeit denken nach eigenen Angaben 20 Prozent der Arbeitnehmer aktiv über einen Wechsel Ihres derzeitigen Arbeitsplatzes nach. Weitere 29 Prozent tun dies gelegentlich. Auch wenn die Wirtschaftskrise die Wechselmöglichkeiten bis zu einem gewissen Ausmaß dämpft, wird durch das aktuelle Agieren des Unternehmens die Mitarbeiterbindung für die Zukunft bestimmt.

"Auf eine Krise folgt immer ein Aufschwung. Und in dieser Phase wird es durch den erhöhten Bedarf an Arbeitskräften auch zu erhöhter Fluktuation kommen. Unternehmen können jetzt die Basis für nachhaltige Mitarbeiterbindung legen", erläutert Dr. Wallner. Firmen sind auch in Krisenzeiten gefordert, gute Mitarbeiter an sich zu binden und ihnen langfristige Perspektiven im Unternehmen zu bieten.

 
 
 
 

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