Aktualisiert am 11.03.2010
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Neue Mittelschule in Österreich

Die Neue Mittelschule öffnet erstmals in allen neun Bundesländern ihre Tore. Die Standorte werden mehr als verdreifacht: auf 244 Schulen.
 


 
  Für rund 1,2 Millionen Kinder hat das neue Schuljahr begonnen. Manche von ihnen betreten dabei Neuland: Rund 20.000 SchülerInnen besuchen dieses Jahr die Neue Mittelschule.

In Wien startet die Neue Mittelschule an 20 Standorten. "Die Wiener Mittelschule verbindet die Stärken der verschiedenen Schularten miteinander und schafft damit die pädagogisch beste Schulform für die 10- bis 14-Jährigen.

Die Teilnahme von sechs AHS-Standorten zeigt, dass das Ziel, eine "echte Mittelschule" jenseits der klassischen Schularten zu schaffen, auch erreicht wurde", betonte Wiens Amtsführende Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl.

Das Besondere: Im Unterricht der Wiener Mittelschule wird intensiv auf die Interessen und Begabungen der Schüler eingegangen. Durch ein Kurssystem ist individueller Unterricht besser möglich. Das Unterrichtsgeschehen wird durch Mehrsprachigkeit, also den Einsatz von Native Speaker Teachers und Englisch als Arbeitssprache, durch Ganztagsangebote, Lerncoaching-Stunden und Projekte ergänzt", so Brandsteidl.

Als Kernelemente der Wiener Mittelschule hob sie hervor:

  • Kein Notendruck in der Volksschule: Alle VolksschülerInnen wurden und werden unabhängig von ihrer Begabung und Lernleistung in die Wiener Mittelschule aufgenommen und nach AHS-Lehrplan unterrichtet.
  • Die Wiener Mittelschule verbindet die Stärken beider Schularten: Das bedeutet, Latein und Französisch oder auch Ernährung und Hauswirtschaft können von allen SchülerInnen als Pflichtunterricht besucht werden. Im Falle von besonderen individuellen Bedürfnissen (z.B. Muttersprachlicher Unterricht, Förderkurse) stehen der Wiener Mittelschule alle Fördermaßnahmen zur Verfügung, die bislang ausschließlich in Hauptschulen zur Anwendung kamen.
  • Neue Unterrichtsorganisation in der Wiener Mittelschule: Durch ein Kurssystem ist individueller Unterricht möglich. Dennoch bleibt der Klassenverband erhalten. Das Unterrichtsgeschehen wird durch Mehrsprachigkeit (Native Speaker Teachers, Englisch als Arbeitssprache), Ganztagsangebot, Lerncoaching-Stunden und Projekte bereichert.
  • Individuelle Förderung statt teurer Nachhilfe: Kernkurse umfassen rund zwei Drittel der Unterrichtszeit. Das weitere Drittel der Unterrichtszeit wird in Leistungskursen abgedeckt, entweder als Trainingskurs oder als Erweiterungskurs zur besonderen Begabungsförderung. Auf diese Weise können hohe Kosten für außerschulischen Nachhilfeunterricht vermieden werden. Überdies sinkt die Gefahr des "Durchfallens".
  • Projekt "Bildungskarriere": Das Projekt "Bildungskarriere" erfasst alle SchülerInnen. Nahtstellenlehrer aus verschiedenen Schulen bieten den SchülerInnen Berufs- und Laufbahnorientierung.
Das Abschlusszeugnis wird um einen "Leistungsnachweis" erweitert und ermöglicht den Zugang in jede weiterführende Schule. Der "Leistungsnachweis" informiert verlässlich über die Ergebnisse externer Lernstandserhebungen, die Teilnahme an Kursen und beschreibt Schlüsselqualifikationen. Eine aussagekräftige Erfolgsprognose wird die SchülerInnen für die Schulwahl mit dem 14. Lebensjahr vorbereiten.

Alle Standorte der Neuen Mittelschule sowie weiterführende Informationen finden Sie auf www.neuemittelschule.at

 
 
 
 

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