Aktualisiert am 10.03.2010
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Haiti benötigt schnelle Hilfe

In der Erdbebenregion auf Haiti hat ein Wettlauf mit der Zeit begonnen. Verschüttete müssen aus den Trümmern eingestürzter Häuser geborgen, unzählige Verletzte medizinisch versorgt werden.
 


 
  Mehr als drei Millionen Menschen in den Zentralprovinzen und dem Südwesten des Landes sind von der Katastrophe betroffen. Die Hauptstadt Port-au-Prince, aber auch die Gebiete um die Städte Carrefour und Jacmel wurden von den Erdstößen besonders hart getroffen.

Das Kinderhilfswerk Plan hat umgehend mehr als 350.000 Euro für die Nothilfe in dem Karibikstaat bereitgestellt und wird sich vor allem um die notleidenden Kinder und ihre Familien kümmern.

Rudi Klausnitzer, Vorstandsmitglied des Kinderhilfswerks: "Plan hilft bereits vor Ort, braucht aber Ihre Unterstützung! Das Erdbeben hat enorme Schäden in Haiti angerichtet. Auch das Plan-Büro in Port-au-Prince ist stark beschädigt, Mitarbeiter sind verletzt. Dennoch ist unser lokales Team unermüdlich im Einsatz. Unterstützt wird es dabei von Kollegen, die aus der Dominikanischen Republik auf dem Landweg ins Nachbarland geeilt sind. Katastrophenteams aus Panama und London werden heute mit Medikamenten und Hilfsgütern im Erdbebengebiet eintreffen."

Plan hat ein Spendenkonto für die Nothilfe in Haiti eingerichtet und bittet um Ihre Unterstützung: Plan International, Raiffeisen Zentralbank, KontoNr. 150 978 261, BLZ 31000, Verwendungszweck "Haiti/Katastrophenhilfe". Weitere Informationen über das Kinderhilfswerk Plan unter www.plan-oesterreich.at oder 01-585 66 10 33.

Auch die SOS-Kinderdörfer in Haiti sind in Not. Zwei Tage nach dem verheerenden Erdbeben mit tausenden Toten auf Haiti ist noch immer nicht absehbar, ob und in welchem Umfang die SOS-Kinderdorf-Einrichtungen betroffen sind.

Fehlende Infrastruktur und Stromversorgung haben einen direkten Kontakt bislang unmöglich gemacht. Richard Pichler, Generalsekretär von SOS-Kinderdorf International: "Wir haben noch keine konkreten Informationen, müssen aber davon ausgehen, dass auch unsere SOS-Kinderdörfer Schäden erlitten haben und Kinder und Mitarbeiter verletzt wurden."

Die große Sorge gilt vor allem dem SOS-Kinderdorf Santo, nahe der Hauptstadt Port-au-Prince, das nur wenige Kilometer vom Epizentrum des Bebens entfernt liegt. Besser stehen die Chancen für das weiter entfernte SOS-Kinderdorf Cap Haitien im Nordosten Haitis, dass es von schweren Auswirkungen des Bebens verschont geblieben ist.

Daher sollen von dort aus die geplanten Nothilfemaßnahmen für Kinder und Familien organisiert werden. Unterstützt wird SOS-Kinderdorf Haiti von einem SOS-Kinderdorf Team der angrenzenden Dominikanischen Republik, das bereits auf dem Weg ins Krisengebiet ist.

Nothilfemaßnahmen für Kinder und Familien

Als erstes geht es darum, Kinder und Familien in der Nachbarschaft der SOS-Einrichtungen mit dem Notwendigsten zum Überleben zu versorgen: Wasser, Nahrung, Kleidung, Medikamente. Im nächsten Schritt sollen Notunterkünfte geschaffen und die Menschen weiter grundversorgt sowie vor allem Kinder auch psychologisch betreut werden.

Infos zu Spenden oder befristeter Nothilfe-Patenschaft: Service Telefon 0800/808081 (kostenlos) und www.sos-kinderdorf.at/soforthilfe, Spendenkonto: PSK. 1.566.000 "Haiti" BLZ 60.000.

Die Kindernothilfe stockt die Soforthilfe für Haiti auf 100.000 Euro auf und bittet weiter um Spenden. Kooperationspartner vor Ort sind die Heilsarmee sowie ein medizinisches Notfallteam von humedica.

Das mit der Kindernothilfe kooperierende humedica-Team besteht aus vier Ärzten, einer Krankenschwester, einem Pfleger sowie zwei Koordinatoren. Mit dem mitgeführten "Medi-Kit" können bis zu 3000 Patienten erstversorgt werden. Zudem ist eine chemische Aufbereitung für 100.000 Liter Wasser möglich.

Die medizinische Notfallhilfe wird durch den bewährten Aufbau von Kinderzentren ergänzt werden. Für die traumatisierten Kinder werden Mahlzeiten und psychologische Begleitung bereitgestellt und Kindern, die ihre Familie vermissen, Schutz gewährt.

Spenden unter dem Stichwort "Erdbeben Haiti" dringend erbeten,Spendenkonto: Erste Bank Nr. 310028-03031, BLZ 20111, Online-Spenden: https://kindernothilfe.at

Unter www.orf.at sind alle Hilfsorganisationen aufgelistet, bei denen man spenden kann.