Mehr als drei Millionen Menschen in den Zentralprovinzen und dem
Südwesten des Landes sind von der Katastrophe betroffen. Die
Hauptstadt Port-au-Prince, aber auch die Gebiete um die Städte
Carrefour und Jacmel wurden von den Erdstößen besonders hart
getroffen.
Das Kinderhilfswerk Plan hat umgehend mehr als 350.000 Euro für die Nothilfe
in dem Karibikstaat bereitgestellt und wird sich vor allem um die
notleidenden Kinder und ihre Familien kümmern.
Rudi Klausnitzer, Vorstandsmitglied des Kinderhilfswerks: "Plan
hilft bereits vor Ort, braucht aber Ihre Unterstützung! Das Erdbeben
hat enorme Schäden in Haiti angerichtet. Auch das Plan-Büro in
Port-au-Prince ist stark beschädigt, Mitarbeiter sind verletzt.
Dennoch ist unser lokales Team unermüdlich im Einsatz. Unterstützt
wird es dabei von Kollegen, die aus der Dominikanischen Republik auf
dem Landweg ins Nachbarland geeilt sind. Katastrophenteams aus Panama
und London werden heute mit Medikamenten und Hilfsgütern im
Erdbebengebiet eintreffen."
Plan hat ein Spendenkonto für die Nothilfe in Haiti eingerichtet und bittet um Ihre Unterstützung: Plan International, Raiffeisen Zentralbank, KontoNr. 150 978 261, BLZ 31000, Verwendungszweck "Haiti/Katastrophenhilfe". Weitere Informationen über das Kinderhilfswerk Plan unter www.plan-oesterreich.at oder 01-585 66 10 33.
Auch die SOS-Kinderdörfer in Haiti sind in Not. Zwei Tage nach dem verheerenden Erdbeben mit tausenden Toten auf
Haiti ist noch immer nicht absehbar, ob und in welchem Umfang die
SOS-Kinderdorf-Einrichtungen betroffen sind.
Fehlende Infrastruktur
und Stromversorgung haben einen direkten Kontakt bislang unmöglich
gemacht. Richard Pichler, Generalsekretär von SOS-Kinderdorf
International: "Wir haben noch keine konkreten Informationen, müssen
aber davon ausgehen, dass auch unsere SOS-Kinderdörfer Schäden
erlitten haben und Kinder und Mitarbeiter verletzt wurden."
Die große Sorge gilt vor allem dem SOS-Kinderdorf Santo, nahe der
Hauptstadt Port-au-Prince, das nur wenige Kilometer vom Epizentrum
des Bebens entfernt liegt. Besser stehen die Chancen für das weiter
entfernte SOS-Kinderdorf Cap Haitien im Nordosten Haitis, dass es von
schweren Auswirkungen des Bebens verschont geblieben ist.
Daher
sollen von dort aus die geplanten Nothilfemaßnahmen für Kinder und
Familien organisiert werden. Unterstützt wird SOS-Kinderdorf Haiti
von einem SOS-Kinderdorf Team der angrenzenden Dominikanischen
Republik, das bereits auf dem Weg ins Krisengebiet ist.
Nothilfemaßnahmen für Kinder und Familien
Als erstes geht es darum, Kinder und Familien in der Nachbarschaft
der SOS-Einrichtungen mit dem Notwendigsten zum Überleben zu
versorgen: Wasser, Nahrung, Kleidung, Medikamente. Im nächsten
Schritt sollen Notunterkünfte geschaffen und die Menschen weiter
grundversorgt sowie vor allem Kinder auch psychologisch betreut
werden.
Infos zu Spenden oder befristeter Nothilfe-Patenschaft: Service Telefon 0800/808081 (kostenlos) und www.sos-kinderdorf.at/soforthilfe, Spendenkonto: PSK. 1.566.000 "Haiti" BLZ 60.000.
Die Kindernothilfe stockt die
Soforthilfe für Haiti auf 100.000 Euro auf und bittet weiter um
Spenden. Kooperationspartner vor Ort sind die Heilsarmee sowie ein
medizinisches Notfallteam von humedica.
Das mit der Kindernothilfe kooperierende humedica-Team besteht aus
vier Ärzten, einer Krankenschwester, einem Pfleger sowie zwei
Koordinatoren. Mit dem mitgeführten "Medi-Kit" können bis zu 3000
Patienten erstversorgt werden. Zudem ist eine chemische Aufbereitung
für 100.000 Liter Wasser möglich.
Die medizinische Notfallhilfe wird durch den bewährten Aufbau von
Kinderzentren ergänzt werden. Für die traumatisierten Kinder werden
Mahlzeiten und psychologische Begleitung bereitgestellt und Kindern,
die ihre Familie vermissen, Schutz gewährt.
Spenden unter dem Stichwort "Erdbeben Haiti" dringend erbeten,Spendenkonto: Erste Bank Nr. 310028-03031, BLZ 20111, Online-Spenden: https://kindernothilfe.at
Unter www.orf.at sind alle Hilfsorganisationen aufgelistet, bei denen man spenden kann.