Millionen-Deal für Apeiron
Die Wiener Biotechnologiefirma Apeiron Biologics vereinbart mit GlaxoSmithKline, GSK, einem der größten Pharmakonzerne weltweit, eine Beteiligung am aktuellen Projekt APN01.
Das Biotherapeutikum könnte künftig zur Behandlung des akuten Lungenversagens (ARDS) eingesetzt werden, für das es bis heute noch keine effektive Medikation gibt. APN01 befindet sich derzeit in der ersten klinischen Forschungsphase. Im Falle, dass es in Zukunft für mehrere Krankheitsbilder angewandt werden kann, verspricht GSK bis zu 236 Millionen Euro.
Der Gründer von Apeiron, Prof. Josef Penninger, ist auch Direktor des Instituts für Molekulare Biotechnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (IMBA). In Kanada konnte er bereits internationalen Ruhm erlangen und wurde dort beispielsweise unter die Top 10 der Wissenschaftler des Jahres gereiht.
In Penningers neuem Forschungsprojekt APN01 wird die Form eines gentechnisch veränderten, körpereigenen Enzyms, dem rh ACE2, hergestellt.
Obwohl erst Phase 1 der klinischen Studie mit 26 Probanden beendet wurde und der Entwicklungsplan für APN01 ein marktfähiges Produkt erst in den nächsten acht bis zehn Jahre vorsieht, ist Vorstandsvorsitzender von Apeiron Hans Loibner überzeugt: „ ..,dass das Know-how von Apeiron auf diesem Gebiet in Kombination mit der umfassenden Kompetenz von GSK in den Bereichen Entwicklung und Vermarktung der beste Weg für die Einführung einer innovativen Therapie für Patienten auf der ganzen Welt ist.“
Besonders bemerkenswert ist, dass das Unternehmen Apeiron bisher ohne Venture Capital-Finanzierung ausgekommen ist. Hauptsächlich private Geldgeber sowie Firmenmitarbeiter investierten in das biotechnologische Unternehmen.