Aktualisiert am 06.09.2010
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Politiker verlieren weiter an Vertrauen

Größter Vertrauens-Test Europas: Feuerwehrleute sind der vertrauenswürdigste Berufsstand, gefolgt von Krankenschwestern und Piloten. Politiker, Immobilienmakler und Autoverkäufer genießen am wenigsten Vertrauen.
 


 
  Die Feuerwehrleute sind Deutschlands vertrauenswürdigster Berufsstand. 97% der Deutschen haben den Feuerwehrleuten in einer Studie von Reader's Digest Deutschland ein "sehr hohes" bzw. "ziemlich hohes" Vertrauen ausgesprochen.

Auf den weiteren Plätzen folgen Krankenschwestern, Piloten, Apotheker und Ärzte. Dagegen landeten Politiker und Immobilienmakler auf den letzten Plätzen der Vertrauens-Rangliste. Die Untersuchung, durchgeführt von Reader's Digest Deutschland, ist Europas größte Verbraucherstudie.

Nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa landeten die Feuerwehrleute an der Spitze. Die Untersuchung wurde in 18 Ländern durchgeführt, zum ersten Mal war darin auch der Berufsstand der Feuerwehrleute aufgenommen worden.

Die Floriansjünger überholten auf Anhieb die Vorjahressiegerinnen in Deutschland: die Krankenschwestern. Und dies, obwohl die Krankenschwestern sogar leicht an Vertrauen zulegen konnten und mit 94% drei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr erhielten. Auch die Piloten konnten sich gegenüber dem Vorjahr verbessern und landeten mit 92% auf Platz drei.

Die rote Laterne unter den 14 untersuchten Berufen tragen wie im Vorjahr Politiker (12%), Immobilienmakler (12%) und Autoverkäufer (17%). Politiker sind auch europaweit mit nur 11% die Schlusslichter, wenn's ums Vertrauen geht.

Die Ernüchterung an den Börsen trifft Finanzberater und Analysten. Schon im vergangenen Jahr kamen sie nur auf einen der hinteren Plätze. In Deutschland verloren sie weiter an Vertrauen und kamen auf magere 20%. Damit mussten sie die neu in die Studie aufgenommenen Werbeleute an sich vorbeiziehen lassen.

Deutschlands Werber kamen auf einen Vertrauenswert von 23% und konnten somit auch den gesamteuropäischen Durchschnitt von 19% übertreffen.

Am stärksten büßten die Taxifahrer Vertrauen bei der deutschen Bevölkerung ein. Sie verloren gegenüber dem Vorjahr fünf Prozentpunkte. Dennoch konnten sie sich mit einem Vertrauenswert von 62% direkt hinter den Ärzten auf Platz 6 platzieren.

Erstaunlich stabil ist das Vertrauen der Deutschen in die Lehrer, die ihren siebten Platz aus dem Vorjahr verteidigten. Trotz Pisa- Schock und anhaltenden Diskussionen über die Reform unseres Bildungssystems sprachen 56% der Bevölkerung den Lehrern ein "sehr hohes" bzw. "ziemlich hohes" Vertrauen aus - ein Prozentpunkt mehr als 2002.

Dennoch haben die deutschen Lehrer das europaweit schlechteste Ergebnis eingefahren und lagen weit unter dem europäischen Schnitt von 73%. Traumnoten erreichten die Lehrer in Finnland (88%), den Niederlanden und Belgien (beide 82%).

Die Rechtsanwälte in Deutschland stehen mit einem Vertrauenswert von 56% gleichauf mit den Lehrern. Auf Platz neun folgen die Reiseveranstalter mit 34%, dem gleichen Wert wie im Vorjahr.

 
 
 
 

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