Die Feuerwehrleute sind Deutschlands vertrauenswürdigster
Berufsstand. 97% der Deutschen haben den Feuerwehrleuten in einer
Studie von Reader's Digest Deutschland ein "sehr hohes" bzw.
"ziemlich hohes" Vertrauen ausgesprochen. Auf den weiteren Plätzen
folgen Krankenschwestern, Piloten, Apotheker und Ärzte. Dagegen
landeten Politiker und Immobilienmakler auf den letzten Plätzen der
Vertrauens-Rangliste. Die Untersuchung, durchgeführt von Reader's
Digest Deutschland, ist Europas größte Verbraucherstudie.
Nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa landeten die
Feuerwehrleute an der Spitze. Die Untersuchung wurde in 18 Ländern
durchgeführt, zum ersten Mal war darin auch der Berufsstand der
Feuerwehrleute aufgenommen worden.
Die Floriansjünger überholten auf
Anhieb die Vorjahressiegerinnen in Deutschland: die
Krankenschwestern. Und dies, obwohl die Krankenschwestern sogar
leicht an Vertrauen zulegen konnten und mit 94% drei Prozentpunkte
mehr als im Vorjahr erhielten. Auch die Piloten konnten sich
gegenüber dem Vorjahr verbessern und landeten mit 92% auf Platz drei.
Die rote Laterne unter den 14 untersuchten Berufen tragen wie im
Vorjahr Politiker (12%), Immobilienmakler (12%) und Autoverkäufer
(17%). Politiker sind auch europaweit mit nur 11% die Schlusslichter,
wenn's ums Vertrauen geht.
Die Ernüchterung an den Börsen trifft Finanzberater und Analysten.
Schon im vergangenen Jahr kamen sie nur auf einen der hinteren
Plätze. In Deutschland verloren sie weiter an Vertrauen und kamen auf
magere 20%. Damit mussten sie die neu in die Studie aufgenommenen
Werbeleute an sich vorbeiziehen lassen.
Deutschlands Werber kamen auf
einen Vertrauenswert von 23% und konnten somit auch den
gesamteuropäischen Durchschnitt von 19% übertreffen.
Am stärksten büßten die Taxifahrer Vertrauen bei der deutschen
Bevölkerung ein. Sie verloren gegenüber dem Vorjahr fünf
Prozentpunkte. Dennoch konnten sie sich mit einem Vertrauenswert von
62% direkt hinter den Ärzten auf Platz 6 platzieren.
Erstaunlich stabil ist das Vertrauen der Deutschen in die Lehrer,
die ihren siebten Platz aus dem Vorjahr verteidigten. Trotz Pisa-
Schock und anhaltenden Diskussionen über die Reform unseres
Bildungssystems sprachen 56% der Bevölkerung den Lehrern ein "sehr
hohes" bzw. "ziemlich hohes" Vertrauen aus - ein Prozentpunkt mehr
als 2002.
Dennoch haben die deutschen Lehrer das europaweit
schlechteste Ergebnis eingefahren und lagen weit unter dem
europäischen Schnitt von 73%. Traumnoten erreichten die Lehrer in
Finnland (88%), den Niederlanden und Belgien (beide 82%).
Die Rechtsanwälte in Deutschland stehen mit einem Vertrauenswert
von 56% gleichauf mit den Lehrern. Auf Platz neun folgen die
Reiseveranstalter mit 34%, dem gleichen Wert wie im Vorjahr.